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Mid-Youth-Crisis

Da heute quasi jeder Kurs ausfällt, den ich brauchen sollte, und ich zusätzlich irgendwie ein bisschen krank bin, hocke ich zu hause rum, anstatt an dem Ort des Schreckens zu weilen.

Bis vorhin lag ich im Bett und las so um die fünfhundert Seiten, dann kroch ich in die Küche und aß etwas zu Mittag, und nun sitze ich wieder da und hinterfrage meine mäßige Gemütesstimmung, welche mich erfasst, sobald ich an die nahenden Sommerferien denke.
Versteht mich bloß nicht falsch. Ich LIEBE die Sommerferien. Sie sind das einzige, worauf ich mich das ganze Schuljahr lang freue, und meine größte Motivation.

Aber...
...erstens sind es bloß noch zwei Wochen hin und ich habe meine Aufenthaltsorte noch nicht restlos durchgeplant wie sonst immer (und das ist furchtbar. Es sollte nicht so sein, aber bei dem Gedanken, auch nur eine Woche der kostbaren Ferienzeit zu Hause verbringen zu müssen, schüttelt es mich), und zweitens muss ich andauernd denken, dass es meine LETZTEN Sommerferien sind.

Ich habe wie…

Es war nicht immer so in Sachsen

Oh.
Aber dass ich seit beinahe zwei Monaten GAR nichts geschrieben habe, lag nicht daran, dass nichts passiert ist, sondern eben...na ja. Ich hasse einfach Menschen.
Jedenfalls aus aktuellem Anlass hier ein bisschen Werbung für meinen fabulosen (das Wort hab ich mir ausgedacht) Post zur morgen beginnenden WM:

HIER

Wie dem auch sei...letztens (gestern) habe ich einen historischen Roman über Sachsen gelesen und auch heute im LK Geschichte behandelten wir Sachsen als Pionierland der Industrialisierung und mir wurde klar, dass unser Bundesland gar nicht immer sooo doof war, wie es zurzeit ist (Ich sag ja nur: AfD. Ich sag ja nur: Bautzen und Clausnitz.). Nein, au contraire, Sachen war mal ein wirklich tolles Königreich, fortschrittlich und engagiert.
Da fragt man sich doch wirklich: was ist inzwischen hier los?
Die Flucht der Jugend in den Westen kann man ja beinahe als Massenexodus bezeichnen. Und ja, auch ich hege die Absicht, nach dem Abitur in die endlosen Weiten von Baden-Württemberg …

Nochmal Sport

Ja. Ich hab mich zwar schon ein paar mal darüber aufgeregt, aber aus neuestem Anlass noch einmal.
Wenn die Leute nach Volleyball sich mit "Freundschaft" am Netz abklatschen, darf ich ja wohl auch einen anderen Vergleich heranziehen, der an die DDR erinnert.
§220 aus der Verfassung dieses ehemaligen Staates: Öffentliche Herabwürdigung.
Ja, ich sehe diesen Sportunterricht als öffentliche Herabwürdigung und es waren auch mehr als sieben Zeugen anwesend, und das bei jeder verdammten Stunde.
Was gibt diesem System das Recht, nach einem anstrengenden Schultag Menschen wie mich und - nennen wir sie Gwendolyn - zu zwingen, mit lauter durchgeknallten Sportfreaks Volleyball zu spielen und sich für jeden NICHT erwischten Ball (also bei mir weit über die Hälfte) diskriminieren zu lassen?
MEINE GÜTE, DANN BEKOMMT EBEN DIE ANDERE MANNSCHAFT EINEN PUNKT, ES WIRD SOWIESO JEDER EINZELN BEWERTET, ALSO IST VÖLLIG EGAL, WER GEWINNT!
Was sich manche da rausnehmen, ist echt unmöglich. Inzwi…

Wozu Abiball?

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich diesen Post wirklich hochladen soll, denn 90% der Menschen verstehen einfach nicht, warum ich die Meinung zu Abibällen habe, die ich habe.
Aber gut. Ich will es versuchen zu erklären.
Die Sache ist die: Ihr wisst, was der Abiball ist. Oder Abschlussball. Prom. Was-auch-immer, es ist das Ereignis, dem angeblich jeder seine ganze Schulzeit lang entgegenfiebert. Zugegeben, in Deutschland ist es nicht ganz so schlimm wie zum Beispiel in Amerika. Aber trotzdem. Wenn ich mich umsehe, rasten alle in meinem Umfeld sprichwörtlich aus, wenn es um den Abiball geht - und um alles, was dazugehört. Kleid. Date. Blumen. Zeugnisse. Musik. Tanzen. Essen.
Aber ich natürlich nicht. Ich muss mich ja wieder querstellen. Das ist mein Beruf und das war schon immer so (Honestly, no. Bis vor wenigen Jahren war ich die furchtbarste Mitläuferin überhaupt. Das hat erst aufgehört, als mir klar wurde, dass a) jeder Mensch eine Existenzberechtigung hat und b) andere Menschen …

Allgegenwärtiger Ausfall

Sachsen hat doch ernsthaft ein Problem. In den guten, alten Zeiten der Sekundarstufe I hatten wir ja noch ab und zu Vertretung. Heute sieht das ganz anders aus. In den letzten beiden Wochen hatte ich insgesamt acht Stunden Deutschausfall. Jetzt merkt man davon noch nicht viel, aber wie sollen wir unser Abitur schaffen, wenn gefühlt jede zweite Stunde ausfällt? Meine Güte. Und was will das Kultusministerium tun? Den Unterricht reduzieren. Zur Entlastung der Schüler, klar. Beispielsweise sollen Kinder in der 5. Klasse eine Stunde weniger Kunst und Musik die Woche haben als bisher. (Der Witz ist ja, dass man Kunst und Musik OHNEHIN nur eine Wochenstunde lang hat in dieser Klassenstufe. Aber klar, das Kultusministerium hat richtig viel Ahnung.)
Dieses Schulsystem stirbt einen schnellen Tod, und wenn sich nicht bald etwas ändert, sterben wir alle mit. 
Natürlich ist es für mich einfacher, mich darüber aufzuregen, als etwas zu ändern, aber es ist verdammt noch mal nicht meine AUFGABE, etwa…