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Ich erkenne, was die Welt im innersten zusammenhält

Da fehlt ein Teil. Und zwar mit Absicht. Denn gerade ging mir ein Licht auf und ich glaube nun zu wissen, aus welchem Grund einem das alles in der Schule angetan wird.
Non scholare, set vitae discimus. (Jaja. Umgekehrt.)
Den ganzen Müll, den man lernt, braucht man zwar in 99% der Fälle später wirklich nicht, aber man erlernt zwei grundlegende Dinge:
1. Das Sortieren von "Brauch ich" und "Brauch ich nicht"
2. Die Fähigkeit, in einem Raum voller Idioten nicht zum Serienmörder zu werden.
Ehrlich. Ich saß heute in Mathe und fühlte: Wenn ich Pfeil und Bogen parat hätte (ich habs nicht so mit modernen Waffen), hätten so einige Leute in diesem Kurs durchlöcherte Köpfe.
Glücklicherweise ist das einzige potenziell gefährliche Gerät, das ich im Matheunterricht besitze, mein Geodreieck. Und das ist aus Gummi.
Jedenfalls übt man in der Schule, wie man in solchen Situationen Haltung bewahren kann (mir persönlich hilft es ja immer, mir meine angeblichen Artgenossen mit in d…

Etwas ist faul im Staate Sachsen

Sogar viel. Aber darum soll es gar nicht gehen.
Ich möchte diesen Post voll und ganz der Genialität Shakespeares widmen, der sich seit geraumer Zeit auf der Liste meiner Lieblingsautoren an erster Stelle befindet - und das mit Recht. Der Mann war ein Genie und es ist höchst ungerecht, dass er bereits im zarten Alter von 52 Jahren aus dieser Welt schwinden musste. Da gibt zwar diverse Verschwörungstheorien über seine Existenz, aber im Prinzip ist mir dies alles sogar egal. Was zählt, sind seine Werke, und hier muss ich mich beschweren: Warum wird zum Beispiel "Hamlet" nur vom Leistungskurs Deutsch gelesen? Und warum liest man nicht zusätzlich noch den "Sommernachtstraum", "Macbeth" oder eines der historischen Stücke?
Hachja. Wir lesen jedenfalls gerade "Hamlet" und es ist großartig.
Wirklich. Großartig.
Das ist wahre Literatur. Sogar Kulturbanausen kennen das berühmte Zitat "Sein oder nicht sein - das ist hier die Frage!"
Wie dem a…

Hochschultag

Nachdem ich mich ja bereits über die Fahrpreis dorthin beschwert habe, möchte ich mich nun zur Abwechslung mal nicht über das sächsische Schulsystem, sondern das deutsche Studiensystem beschweren.
Aber zunächst werde ich meinen Tag heute erläutern.
Ich war zu zwei Veranstaltungen in Dresden (eigentlich wollte ich zu vier, aber zweimal kam ich viel zu spät, weil ich den Raum nicht finden konnte. Die TU ist aber auch verdammt unübersichtlich...könnte aber auch an meinem fehlenden Orientierungssinn liegen.) Zunächst besuchte ich die Informationsveranstaltung zum Studiengang Psychologie. Ein Raum für etwa 30 Personen, in dem sich letztlich um die 70 befanden. Es war wirklich sehr voll. Der Professor hat ziemlich viel zum Studieninhalt gesagt, zu den Berufsfeldern und auch zur Studienzulassung. Das war dann der Punkt, an dem ich mich sprichwörtlich aufgehängt habe. Eigentlich wusste ich es ja bereits - numerus clausus, ziemlich schwierig, jaja. In Dresden liegt er meist zwischen 1,3 und …

Horrende Fahrpreise

Wie immer habe ich mir ein Thema ausgesucht, über das ich mich aufregen werde - zu Recht.
Am Donnerstag findet der jährliche "Hochschulinformationstag" in Sachsen statt. Generell ist es eine wirklich gute Idee, denn so können sich die Schüler verschiedene Universitäten ansehen und somit wird der Entscheidungsprozess vereinfacht.
Jetzt kommt das Problem: Wenn man nicht gerade in Dresden, Leipzig oder Chemnitz wohnt, muss man natürlich irgendwie dorthin kommen.
Gemeinsam mit ein paar Freunden wollte ich nach Leipzig fahren. Aber dann stellte sich heraus, dass wir aus diversen Gründen kein Gruppenticket nehmen können - ein Einzelticket kostet in eine Richtung etwa 30 Euro. Tut mir Leid, aber ich bin nicht dazu bereit, 60€ nur für eine Fahrt zur Uni und wieder zurück auszugeben. Das ist doch lächerlich! Niemand kann erwarten, dass sich das jede Familie leisten kann.
Deshalb habe ich gemeinsam mit einer Freundin heute im Chemieunterricht folgenden Beschwerdebrief entworfen un…

Im Osten nichts Neues

Inzwischen sieht es nicht mehr so aus, als würde sich das Schulsystem irgendwie auch nur annähernd ändern. Im Gegenteil. Wir schwanken zwischen Herabsenkung der Grenze zur Idiotie und absoluter Volksverdummung, und ich weiß auch nicht, warum ich mich nicht einfach damit zufrieden geben kann, dass die kommende Generation kaum noch etwas lernen wird. (Schreiben nach hören? Ernsthaft? Das ist doch lächerlich. Jajaja, blablabla, Studien haben die Effektivität bewiesen, und soll ich euch mal sagen, warum? Weil sich die armen Eltern zu Hause mit ihren Sprösslinge hinsetzen und ihnen die Rechtschreibung selbst beibringen.)
Anstatt knallhart zu sein und Kinder nach dem sogenannten Grundschul-nc ans Gymnasium zu lassen, setzt uns das System mit der unverbindlichen Bildungsempfehlung eine totale Verweichlichung aller vor. Die weiterführende Schule mit dem Ziel Abitur wird geradezu überflutet mit dem minder begabten  Nachwuchs übermotivierter Eltern.
Meistens wachen betreffende Kinder irgendwa…

Die Sport-Elite

"Die Bank ist in jedem Fall für den Angeklagten." Dieses Zitat meiner Sportlehrerin werde ich nicht erklären. Stattdessen möchte ich die sogenannte Sport-Elitarisierung thematisieren.
Damit meine ich, dass sportliche Menschen bevorzugt werden. Wie man sich jetzt wohl denken kann, gehöre ich nicht zu dieser Gruppe von Individuen - au contraire. Mit meinen fünf Punkten halte ich mich nur gerade so über Wasser. Dafür bin ich aber in anderen Fächern gut und lebe nach der Devise "Besser null Punkte in Sport als in Mathe."
Heute hatten wir bedauernswerterweise wieder Sport. Volleyball. Eigentlich hasse ich ja jede Form dieses Unterrichts, aber Volleyball ist besonders schlimm. Ich kann eigentlich nichts. Wie dem auch sei. Es ist verdammt ungemütlich, in einem Team mit lauter Sportfreaks zu landen, die das alles ein wenig zu ernst nehmen, und dich mit tödlichen Blicken bewerfen, wenn du den Ball nicht erwischst.
Ich hätte kein Problem damit, eine Totalversagerin in Spor…

Rumgejammer

Ich lese gerade das Buch "China-Kinder" von Jörg Endriss und Sonja Maaß (Da ich zu faul bin, den Inhalt aufzuschreiben, findet man ihn hier :D).
Jedenfalls geht es dort auch um das chinesische Schulsystem, und ganz ehrlich, wir in Deutschland sollten mal schön die Klappe halten.
In den letzten drei Jahren sind Schüler in China nämlich nur noch mit Lernen beschäftigt, und das meine ich wörtlich. Unterricht von sieben bis 22 Uhr (mit Pausen, aber trotztdem) - und das Montag bis Samstag. Sonntags gibt es freiwillige Wiederholungen. Das ist doch irre!
Man hat also gar keine Zeit für irgendetwas anderes. Und dann jammern wir herum, dass wir keine Zeit haben...
Typisch.
Na gut.
Frohe Weihnachten!
Gianna