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Konzentration

Neues Jahr, altes Ich.
Natürlich. Wer hätte das nur gedacht? Die Änderung des Datums hat NICHT bewirkt, dass ich mich in eine hochmotivierte Leistungsschülerin verwandelt habe!
Wacht auf, Kinder. Ihr müsst schon selbst was tun. All eure Hoffnungen auf ein herabfallendes Kalenderblatt zu setzen ist schon ein wenig stupide, meint ihr nicht?
Ich hatte mir natürlich trotzdem für heute vorgenommen, (na gut, eigentlich ja für gestern) mit dem Lernen fürs Geschichtsvorabi, das in weniger als fünf Wochen stattfindet, anzufangen.
Und ich bin sogar relativ weit gekommen. Nämlich damit, mir einen vollkommen unrealistischen Lernplan auszudenken und niederzuschreiben (der beispielsweise vorsieht, dass ich innerhalb eines Tages ALLES über die Französische Revolution lerne).
Und dann..hm. Dann ging meine Konzentration flöten. Beziehungsweise YouTube-Videos gucken, lesen, Essen (ist wichtig) und mit zwei Zwölfjährigen den zweiten Teil von "Zurück in die Zukunft" anzusehen.
Jaja. Und jetzt s…

Sie hat abgedankt!

Ich stehe unter Schock. Ganz im Ernst. Gerade eben bin ich vom Weihnachtskonzert zurückgekommen (es war wie immer furchtbar). Aber der Reihe nach.
In den Teilen 1 und 2 berichtete ich ja bereits von Frau Blaukäse und dem "Chor", den sie "leitet". Auch von den Weihnachtskonzerten (welche diesen Namen nicht verdienen) habe ich erzählt.
Heute fanden die glücklicherweise letzten für mich statt...und es begann grauenhaft.
Wovon ich nämlich noch nicht erzählt habe, weil ich es meist gekonnt verdränge, ist die Moderation dieser "Konzerte". Von Ginny-Victoria, der Moderatorin. Elfte Klasse.
Horror.
Jedes Jahr die gleichen, abgelutschten, unlustigen und nur zum Fremdschämen geeigneten Sprüche wie (mit sehr vielen Pausen sehr langsam und mit abgehackter Betonung zu lesen): "Wie heißt es doch so schön: Die Weihnacht hat ihren ganz besonderen Zauber", "Jetzt entführen uns XY und ZQ in eine Welt voller winterlich-poppiger Klänge. Viel Vergnügen!", …

Ihre Liebe zur Literatur ist gestorben

Nach all dieser Zeit? Immer. (Wow, auf Deutsch klingt dieses Zitat echt "lame". Und: definitiv nicht ALWAYS.) Was ich damit sagen wollte: Heute vor einem Jahr erschien hier der erste Beitrag...ja. Und nichts hat sich geändert.
Ich bin immer noch dieselbe unmotivierte menschenhassende Person wie am 05.12.2017. (Kann man hier auch erkennen.)
Wie auch immer, ich meinte ja neulich, meine Deutschlehrerin hätte noch nie ein Buch gelesen, und das meine ich ernst. Ich möchte nun hier diese Theorie erläutern und belegen.
Zu Beginn das Highlight: Ida-Sophie und ich haben ja ein Theaterstück geschrieben, um den Abiball (zu dem ich nicht hingehe) mitzufinanzieren, und wir haben auch ziemlich viel Geld eingenommen.
Beinahe sämtliche Lehrer unserer Schule erschienen zu einer der drei (!!) Aufführungen. Unsere Chemielehrerin meinte danach, sie hätte sich in Shakespeares Zeiten zurückversetzt gefühlt (hehe). Wer war nicht da und hat dies mit keinem Wort verkündet? Wer meinte, sie würde ersc…

Der musikalische Horror, Teil 2

Ja. Heute fand wieder eine der glorreichen Chorproben statt. Und: Diesmal keine Heulkrämpfe und/oder anderes wahnsinniges Verhalten! Frau Blaukäse war völlig normal! (Jedenfalls hat sie niemanden mit irgendwas beworfen oder ist grundlos aus dem Raum gerannt.)
Hier berichtete ich im ersten Teil, dass das häufiger vorkommt, und auch vor einem Jahr war das schon so.
Es war trotzdem furchtbar. Diese Musik. Na ja, wie gesagt, als Musik kann man das schon gar nicht mehr bezeichnen. Auch an der Aussprache hapert es gewaltig (Tipp: Lest "Rocking around the Christmas tree) mal mit deutscher Aussprache.), woran auch wieder Frau Blaukäse maßgeblich schuld ist. Ich verstehe einfach nicht, warum sie glaubt, es würde uns helfen, wenn sie eine Zeile vorsingt. Das beschert mir eher Alpträume.
Tut mir ja leid, aber das stimmt einfach! (Ehrlich gesagt tut es mir gar nicht so sehr Leid. Ich frage mich wirklich, warum unser Schulleiter der guten Frau noch nicht gesagt hat: "Bitte, hören Sie auf …

Der musikalische Horror, Teil 1

Also gut. Ich liebe Musik. Ich spiele Geige. Ich singe gern. Es macht mir Spaß.
Aber nicht in diesem Chor.
Und nicht mit dieser Lehrerin.
Im Folgenden werde ich über Zwangsmusizieren berichten, über die Rekrutierung unschuldiger Schüler zur Zerstörung ihres Gehörs und eine Lehrkraft, die schon 1996 hätte aufhören sollen.
Um nicht immer "die Lehrerin" sagen zu müssen, habe ich mir ein Pseudonym für sie ausgedacht: Frau Blaukäse. (fragt nicht).
Da ich seit der fünften Klasse mit kurzen (zu kurzen!) Unterbrechungen bei Frau Blaukäse Musikunterricht hatte und wahnsinnig genug war, dieses Fach auch für die Oberstufe zu wählen, kann ich mich wohl mit Fug und Recht als Expertin auf diesem Gebiet bezeichnen.
Auf dem Gebiet der musikalischen Zerstörung. Und das meine ich ernst.
Das jährliche Zwangsmusizieren, bei welchem jedem Kind ein Instrument gegen seinen Willen aufgehalst wird und bereits spielende Kinder dazu gezwungen werden, sich einzureihen und ein Schuljahr lang leere Seite…